Hier können Sie Bilder von Öfen aus meiner Produktion anschauen.
 Hier sehen Sie, wie Kacheln in Überschlagtechnik entsteht.
 Hier erfahren Sie etwas über die Unterschiede von Grundofen und Einsatzofen.

Wenn Sie Interesse an einem individuell gestalteten Grundofen aus Künstlerhand haben, dann schicken Sie eine Nachricht über das feedback-Formular oder an: mail(at)ingo-bartussek.de (“(at)” durch “@” ersetzen)

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in der Kachelwerkstatt
Modell 1:10

Die Stege werden angebaut

Nach einem ausführlichen Beratungsgespräch fertige ich als erstes ein Modell im Maßstab 1:10. An dem wird so lange gearbeitet, bis alle Seiten damit zufrieden sind.

Anschließend fertige ich die Ofenkacheln, die Abdeckungen, die beheizten Sitzbänke und die Fußleisten selbst in der eigenen Keramikwerkstatt nach alten Techniken ("Überschlag"), die ich den Erfordernissen meiner frei gestalteten Formen angepasst habe. Dabei wird die komplette Form in einem Stück hergestellt und anschließend der noch weiche Ton in Einzelteile zerschnitten.

Dabei gleicht kein Teil dem anderen und deswegen bekommt jedes seine eigene Nummer, damit ich es vor Ort wieder zusammenpuzzeln kann.

Die Kacheln werden entweder aus einer rot brennenden Masse hergestellt ("Cotto") und zum Schluss gewachst oder aus einer traditionellen Kachelmasse, die in verschiedensten Farben glasiert werden kann.

Beim Aufbau des Grundofens wird abgemagerter Schamottemörtel eingesetzt. Dieser verhält sich wie Lehm, sodass der Ofen jederzeit wieder auseinander genommen werden kann, ohne Einzelteile zu beschädigen.

Der Feuerraum, der Zug um das Backfach und der erste Sturzzug bestehen aus 6,5cm dicken Schamottesteinen. Das Zugsystem, das dem Feuerraum nachgeschaltet ist, kann gut 10m lang sein. Je weiter sich die Rauchgase vom Feuerraum entfernen, desto dünner wird die Stärke der verwendeten Schamotteplatten und desto geringer wird der Querschnitt des Zuges. Dadurch wird eine gleichmäßige Zuggeschwindigkeit der Rauchgase im Zug und ein ausgeglichener Wärmeübergang an die Außenhülle erreicht.

Die verputzten Flächen (Fachjargon: "geschlämmt") bestehen außen aus einer zusätzlichen Schicht massiver Ziegelsteine, die mit einer Grob- und einer Feinlage armiertem Lehmputz versehen wird.

Sowohl die Kacheln als auch die Ziegelsteine werden mit einem speziellen Draht verklammert, um der Konstruktion dauerhafte Festigkeit gegen die beständigen Wärmewechsel-Spannungen zu verleihen.

Nach der Rohbauphase muss der Ofen über einen Zeitraum von 5 - 6 Wochen tocken geheizt werden. Erst dann wird er in heissem Zustand verputzt.

Zum Abschluss bekommen die geschlämmten Flächen einen Anstrich aus Öko-Binderfarbe.

Ein Modell im Maßstab 1:10

In der Werkstatt:
Ein großes überschlagenes Teil
in Arbeit

Auf der Baustelle:
Blick in den Zug, der unter der späteren Sitzbank durchführt

handgemachte Ofenkachel

Ausgelegte Kachelware
(Bänke, Abdeckungen, Bodenspiegel)

Entwurf, Ofenkacheln und Ausführung aus Künstlerhand:

Seit 1984 baue ich Kachelöfen als mittelschwere Grundöfen in einer traditionellen, alt bewährten Technik mit Schamottesteinen und Lehmmörtel.
Die Oberfläche besteht aus handgemachten Kacheln und Lehmputz.
Sie feuern mit einem nachwachsenden Rohstoff mit sauberer, effektiver Verbrennung nur ca. zwei Stunden am Tag - dann heizt der Ofen einen ganzen Tag lang und schafft mit seiner Strahlungswärme ein unvergleichlich wohliges Raumklima: Bedienungsfreundlich und aus ökologischer sowie baubiologischer Sicht einfach unschlagbar!
Entwurf, Kacheln und Bau: Alles aus einer Hand.
Daher kann ich nur eine sehr begrenzte Stückzahl bauen.